Mit 8 Stadtbezirken und 69 Quartieren lässt sich vieles in Wuppertal entdecken.

Wir stellen euch einige exemplarisch vor.

Elberfeld

© Foto Jamil Hmida

Elberfeld gehört zu einem der beiden zentral gelegenen Stadtteilen in Wuppertal. Mit 133.230 Einwohnern (Stand 31.12.2018) ist er auch der bevölkerungsreichste.

Neben dem modernen Einkaufszentrum „City-Arkaden“, unweit des Hauptbahnhofs gelegen, und der seit 1969 bestehenden Fußgängerzone – einer der ersten in Deutschland – findet man im Zentrum das lebhafte und als „Wuppertaler Altstadt“ geltende Luisenviertel mit kleinen individuellen Boutiquen und einladenden Gaststätten.

Außerdem bietet Elberfeld am Neumarkt das frühere Rathaus, den Laurentiusplatz mit der gleichnamigen Basilika, die prächtige, 1900 errichtete und in den 1990er Jahren aufwändig restaurierte Historische Stadthalle, das renommierte Von der Heydt-Kunstmuseum und das Briller Viertel, mit seinen alten Stadtvillen aus der Gründerzeit.

 

Barmen

© Foto Jamil Hmida

Der Stadtteil Barmen, mit 128.964 Einwohnern (Stand 31.12.2018) bildet den östlichen Gegenpol zu Elberfeld. Hier gibt es einen eigenen Stadtkern mit Fußgängerzonen. Die Bundestraße B7 verbindet Elberfeld und Barmen.
Barmen ist geprägt von zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden. Dazu gehören unter anderem das 1921 errichtete Rathaus der Stadt, das Gesellschaftshaus „Concordia“ von 1898, die 1900 erbaute „Ruhmeshalle“ (heute: Haus der Jugend Barmen), das Stadtbad Kleine Flurstraße von 1882 (heute: Wuppertaler Brauhaus) und die Wohn- und Geschäftshäuser Werth 71 bis 79.
Auf den Südhängen Barmens lockt der Skulpturenpark Waldfrieden des renommierten Bildhauers Tony Cragg Besucherinnen und Besucher an. Weitere Highlights in Barmen, im Tal an der B7 gelegen, sind die Wuppertaler Oper, das Geburtshaus Friedrich Engels‘ und das benachbarte Museum für Frühindustrialisierung.

Vohwinkel

© Foto Julia Doberitz

Drittgrößter Stadtteil ist das im Westen gelegene Vohwinkel mit 31.403 Einwohnern (Stand 31.12.2019). Bis zur Städtefusion 1929 gehörte es zum Kreis Mettmann. Sehenswert ist das historische Rathaus, das von 1897 bis 1898 erbaut wurde. Heute wird das Gebäude für die Bezirksverwaltungsstelle Vohwinkel mit Bezirksvertretung, Sozialem Dienst, Einwohnermeldestelle und Stadtbibliothek genutzt.

In Vohwinkel befinden sich die Zentralwerkstatt und eine der beiden Wagenhallen der Wuppertaler Schwebebahn. Von den Bahnsteigen des Endbahnhofs hat man einen Blick hinein.

Idyllisch gelegen, ist das Schloss Lüntenbeck, ein ehemaliger, um das Jahr 1250 erstmals urkundlich erwähnter Rittersitz, einen Besuch wert. Das Gebäude wurde in der Barockzeit zu einem zweieinhalbgeschossigen Schlösschen mit angebautem Turm umgebaut.

Der einst größte Eintages-Flohmarkt der Welt, der von 1971 bis unter dem Gerüst der Schwebebahn stattfand und bis zu Besucherinnen und Besucher anzog, ist seit Geschichte.

Langerfeld und Beyenburg

Schließlich finden sich am östlichen Rand Wuppertals die einen Stadtbezirk bildenden, bei der Vereinigung 1929 zu Barmen gehörenden Ortsteile Langerfeld und Beyenburg mit insgesamt 24.805 Einwohnern (2018).

Langerfeld (ca. 21.000 Einwohner) gehörte bis 1922 zum westfälischen Landkreis Schwelm. Sehenswert ist hier das multifunktionale Kulturzentrum Bandfabrik in einer von vielen ehemaligen Bandwebereien in Wuppertal. Außerdem gibt es hier das Jugendzentrum „JULA“ sowie ein Kindermuseum in der unter Denkmalschutz stehenden Villa Beckmanshagen. Es war 1986 in Deutschland das erste Museum seiner Art und das einzige, das Kunst von Kindern und für Kinder präsentiert. Die Ausstellung umfasst rund hundert Exponate, wobei das Zielpublikum nicht nur auf Kinder beschränkt ist.

Stausee Beyenburg

© Foto Wupperverband / Wuppertal Marketing

Der historische Ortskern Beyenburgs (zirka 4.000 Einwohner), am gleichnamigen Stausee und in einer Wupperschleife gelegen, wurde im Jahr 1303 erstmals urkundlich erwähnt. Um diese Zeit erfolgte eine Klostergründung. Das wichtigste Gebäude ist die im 15. Jahrhundert erbaute Beyenburger Klosterkirche Sankt Maria Magdalena, auch „Beyenburger Dom“ genannt. In der Kirche befindet sich die Kreuzkapelle, in der ein Teil der Reliquien der Heiligen Odilia von Köln, der Schutzpatronin des Kreuzherrenordens, aufbewahrt werden.

 

Ronsdorf und Cronenberg

Die beiden nicht im Tal der Wupper liegenden Stadtteile Ronsdorf (21.644 Einwohner/2018) und Cronenberg (21.218) haben ihren eigenen Charakter bewahrt.

In Ronsdorf ist das im Wilhelminischen Stil gehaltene Gebäude, in dem von 1893 bis 2010 das Postamt untergebracht war, sehenswert. Als ehemalige Bandwirkerstadt darf hier natürlich ein Bandwirker-Denkmal samt Bandwirker-Museum nicht fehlen. Das war früher eine Fachschule des Bandwirkerwesens.

Cronenberg Fachwerkhaus

© Foto Malte Reiter

In Cronenberg ist der historische Ortskern mit seinen bergischen Fachwerkhäusern und Kirchen besonders sehenswert. Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadtgrenze steht auf Solinger Gebiet die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, die 107 Meter hohe Müngstener Brücke, die die Wupper überspannt.

 

 

Quartiere

Briller Viertel

© Foto Julia Doberitz

Das Briller Viertel befindet sich in Elberfeld und ist eines der größten gründerzeitlichen Villengebiete Deutschlands. Hier befinden sich mehr als 245 denkmalgeschützte Häuser.

Es wurde zwischen dem späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert als ein großbürgerliches Wohnquartier der damals selbständigen Stadt Elberfeld angelegt.

Hatten die Fabrikanten der zahlreichen Textil- und Chemiefabriken in der Frühindustrialisierung ihre repräsentativen Villen noch meist direkt neben ihrem Betrieb errichtet, so machten nun die räumliche Enge der Talsohle, die Abgase der Fabriken sowie die gestiegenen Komfortansprüche der Fabrikantenschaft die Anlage eines Villenviertels erforderlich.

Nordstadt Elberfeld

© Foto Christa Mrozek

Im 19. Jahrhundert wurde die Elberfelder Nordstadt erbaut. Sie ist geprägt von alten, mehrstöckigen Wohnhäusern im Stil des Historismus und der Gründerzeit und ist bei Filmproduzenten als Kulisse sehr beliebt. Das Quartier gehört zu den größten zusammenhängenden Altbaugebieten aus der Gründerzeit in Deutschland.
 

Luisenviertel

© Foto Julia Doberitz

Das Luisenviertel, westlich der Elberfelder Fußgängerzone gelegen, gilt mit ihren zahlreichen Kneipen und Boutiquen als „Wuppertaler Altstadt“. Geprägt wird sie von ihren in weiten Teilen erhaltenen einfachen, klassizistischen Wohnbauten und typisch bergisch verschindelten Fassaden. Eine große Anzahl der Häuser dort stehen unter Denkmalschutz.

Heckinghausen/Wichlinghausen

Die beiden Quartiere liegen in Barmen nördlich und südlich der Wupper.

In Heckinghausen, bereits 1466 erstmals urkundlich erwähnt, siedelten sich im 18. Jahrhundert Färbereibetriebe der Textilindustrie an. Eine schlichte Gedenktafel am Haus Heckinghauser Str. 162 erinnert an das Wohnhaus von Friedrich Bayer, der zusammen mit Färbermeister Johann Friedr. Weskott 1863 den Vorgänger des heutigen Weltunternehmens Bayer AG gegründet hat. Im 19. Jahrhundert wuchs der Bezirk mit der damaligen Stadt Barmen zusammen, mit der er 1929 im späteren Wuppertal aufging.

© Foto Christa Mrozek

Wichlinghausen, ein historisch gewachsenes Quartier, wurde erstmals 1384 urkundlich erwähnt. In der Neuzeit, also ab dem 16. Jahrhundert, sorgte die aufstrebende Textilindustrie im Tal der Wupper für eine zunehmende Besiedlung. Zahlreiche Bauten aus der Gründerzeit und typisch bergische Fachwerkhäuser prägen das Quartier, das von der Zerstörung im zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben ist. In den gründerzeitlichen Fabrikgebäuden der hier unter anderem ansässigen Bandwebereien, befinden sich heute vielfach Wohnungen und Künstler-Ateliers.

Dönberg

Im Nordosten Elberfelds gelegen, hat das Quartier in Höhenlage, das bis 1975 zu Neviges (heute Teil der Stadt Velbert) gehörte, sich seinen dörflichen Charme bewahrt. Das zeigt sich unter anderem in zahlreichen Festen, wie dem dreitägigen Feuerwehrfest, das jedes Jahr im Mai mehrere tausend Menschen besuchen, oder dem Schützenfest, das Anfang Juli auch Schaulustige aus der ganzen Umgebung nach Dönberg zieht.

Schöller/Dornap

Das Quartier Schöller/Dornap liegt im Nordwesten Wuppertals und gehört zum Stadtteil Vohwinkel. 1975 wurde es aus zwei zu Wuppertal eingemeindeten Gebieten, dem zuvor zum Amt Gruiten (heute Orstteil der Stadt Haan) gehörigen Schöller und dem ehemals zu zählenden Ortsteil Dornap sowie einem Streifen, der bis 1929 zum selbständigen Vohwinkel gehört hatte, gebildet.

Große Flächen von Dornap nehmen fünf Kalksteinbrüche ein, die den Ort seit jeher prägen. Seit dem Mittelalter wird hier im Tagebau Kalkstein gewonnen. Doch der eigentliche Aufschwung der Kalkindustrie kam im erst im 19. Jahrhundert. Die großen Steinbrüche haben sich in die Landschaft gefressen, riesige Abraumhalden wirken wie bewaldete Berge.

Die Pfarrkirche von Schöller ist eines der wenigen mittelalterlichen Baudenkmale auf Wuppertaler Stadtgebiet. Die Gaststätte „Haus Schöller“ wurde im Stil und mit Originalteilen eines bergischen Fachwerkhauses gebaut und wurde zeitweilig auch als Bürgerhaus genutzt.


 

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